07.09.11

Nach diversen Krankheitsfällen und einem überraschend ernst gewordenen Schreibtief scheine ich endlich in den gewohnten Schreibrhythmus zurückzufinden. Zumindest heute Vormittag – der Kleine geht seit Mitte August in den Kindergarten – bin ich endlich weitergekommen. Viel hat es in mir während des Tiefs gearbeitet – vor allem galt es zu lokalisieren, wo der Wurm steckte, der mir den ganzen Spaß verdarb. Das Problem kam kürzlich endlich ans Licht: Für die nächste Actionszene habe ich zu viele Vorbereitungskapitel eingeplant. Das verursachte einen leichten Spannungshänger, der mir im Unterbewusstsein arg zusetzte. Es tat ein bisschen weh, die Kapitel, für die ich bereits vorrecherchiert habe (Stichwort: Modelparty) zu streichen. Aber es war notwendig. Als nächstes galt es, die losen Enden miteinander zu verbinden, was nach einem Brainstormen auch gelang. Eine Sache ist immer noch etwas vage, aber ich hoffe sehr, dass sie sich während des Schreibens festigt.

Schwierig war es, aus dem Tief tatsächlich herauszukommen, obwohl ich durch die Vorbereitungen einen Plan hatte. Es ist irgendwie auch eine Kopfsache: Man weiß, wie sehr man sich bei dem Kapitel, in dem man die Notbremse ziehen musste, gequält hat, und das Gefühl kommt wieder hoch, sobald man die Datei aufmacht. Sich in den Text wieder emotional hineinzufühlen, ist dabei alles andere als leicht.
Geholfen hat mir die heutige schlaflose Nacht. Ein Platzregen hat mich geweckt, schnell einschlafen konnte ich nicht, und so verbrachte ich die Zeit damit, um zu überlegen, an welchen Stelle ich was ausbessern könnte. Ein paar schöne Details sind mir dabei tatsächlich eingefallen, die ich heute früh gleich umgesetzt habe. Mit diesem guten Start ging das Weiterschreiben dann leichter, und ich hoffe sehr, dass ich schnell wieder in Fluss komme. Vor allem muss ich mich wieder an den Vorsatz halten: mindestens 1000 Wörter am Tag. Die Abgabe ist Ende Januar.

17.08.11

In einer Mail hat meine Lyx-Lektorin mir etwas über die Entwicklung einer Liebesgeschichte geschrieben, was ich am liebsten ausdrucken und über dem PC aufhängen würde: "Ich denke, es ist vor allem wichtig, dass es bei jeder Begegnung der beiden [Anm.: Held und Heldin] knistert und man beim Lesen immer auf das nächste Treffen hinfiebert." (Zitat mit freundlicher Genehmigung von Alexandra Panz). Eine gute Liebesgeschichte stützt sich also auf zwei Pfeile: Atmosphäre und Spannung. Und das Ganze umhüllt in ein leichtes erotisches Knistern?

Das Thema ließ mich eine lange Zeit nicht los. Nun hatte ich eine Gelegenheit, Jennifer Schreiner zu interviewen, die 2010 einen Verlag gegründet hat: Elysion-Books. In diesem Verlag erscheinen auch viele erotische Titel. Doch Jennifer Schreiner hat nicht nur als Verlegerin Erfahrungen mit dem erotischen Aspekt, sondern auch als Autorin. Das Interview mit ihr könnt ihr unter "Autorenplauderei - > Interviews" lesen: Interview mit Jennifer Schreiner.

08.08.11

Nun ist Die Große Schatzsuche vorbei. Wir bedanken uns bei allen Teilnehmern für das große Interesse. Für einige war das Rätsel zu einfach, für die anderen zu schwer, doch den meisten hat es wohl sehr viel Spaß gemacht, auf unsere Schnitzeljagd zu gehen. Euer Feedback war überwältigend!

Wer dem Pfad richtig gefolgt ist, hat die Seiten von Stephan R. Bellem, Michaela Hammesfahr, Tanja Heitmann, Jeanine KrockChristoph Lode, Nora Melling, Kerstin Pflieger, Gesa Schwartz und Claudia Toman besucht. Ich hoffe, dass ihr unterwegs viel Interessantes entdecken konntet. Wir freuen uns auf euer Wiederkommen! Nun wird es spannend. Wer hat gewonnen?

 

 

357 richtige Antworten haben uns erreicht!

Die Verlosung könnt ihr im Video mitverfolgen.

Herzlichen Glückwunsch allen Gewinnern!

03.08.11




130 Seiten
Deutscher Taschenbuch Verlag (ich habe jedoch die HC-Ausgabe des Piper-Verlags gelesen)
ISBN-13: 978-3423133357

„Ich wollte eine Geschichte schreiben wie weiße Musik, eine Geschichte, die klingt wie die Stille“, sagt Alessandro Baricco über seinen Roman „Seide“. Und ich muss sagen, dass es ihm wunderbar gelungen ist. Dieser Roman ist tatsächlich wie Musik mit einem ganz eigenen Rhythmus. Nur wer in diesen Rhythmus findet und ihn auch mag, kann dieses Buch genießen.
Auf den ersten Blick ist es eine Geschichte über die Liebe. Ein Mann bricht in den fernen Osten auf, um Seidenraupen zu kaufen und die Branche vor dem Niedergang zu retten:

Hervé Joncour legte eine Zigarette auf die Tischkante und sagte: „Und wo genau soll dieses Japan liegen?“
Baldabiou hob die Spitze seines Spazierstocks und wies damit über die Dächer von Saint-August.
„Immer geradeaus.“
Sagte er.
„Am Ende der Welt.“

(S. 19, „Seide“, Alessandro Baricco, die HC-Ausgabe des Piper-Verlags)

01.08.11

Gestern habe ich das 9. Kapitel fertiggestellt. Noch nie saß ich so lange an jedem Satz wie bei diesen Szenen, denn ich habe mich immer gefragt, ob ich vielleicht noch ein kleines Schmunzeln hier oder da einfügen kann, ob es noch Platz für einen klitzekleinen Witz oder eine komische Situation gibt. Nun bin ich relativ zufrieden mit dem Text, der natürlich noch ein Weilchen ruhen soll. Dennoch glaube ich nicht, dass ich mich gleich an einen „komischen Roman“ wagen würde – noch sitzt das Gelernte nicht so fest, dass ich alles ohne Nachzudenken verwenden könnte.

Neben „Handwerk Humor“ fand ich ein weiteres Бuch zu diesem Thema sehr interessant, nämlich „Das Buch – das jeder gelesen haben sollte, der wissen möchte, wie Fernsehcomedy in Deutschland wirklich funktioniert“ von Georg Weyers-Rojas (Emons-Verlag). Im Gegensatz zu Vorhaus beschäftigt sich der Autor hier viel mehr mit konkreten Comedy-Techniken wie Umkehrung oder Untertreibung. Auch muss ich gestehen, dass ich erst bei Weyers-Rojas verstanden habe, was John Vorhaus mit seiner These gemeint hat, dass ein guter Witz aus Wahrheit und Schmerz besteht. Auf jeden Fall ist Weyers-Rojas Buch eine gute Ergänzung zu „Handwerk Humor“ von John Vorhaus, aber dazu später in einer Rezension mehr.

In der Rubrik „Interviews“ unter „Autorenplauderei“ ist ein neues Interview erschienen. Diesmal erzählt Christoph Lode über seinen Ausflug in den Bereich Fantasy und seine Vorgehensweise bei der Arbeit an Romanen.

Und für alle, die gerade auf der Schatzsuche sind: Ein Buchstabe in diesem Beitrag ist gerade von seiner Russland-Reise zurückgekehrt und hat die Schreibweise seines Namens prompt ändern lassen. Wobei … vielleicht haben sich auch nur die Feen einen Spaß mit dem armen Buchstaben erlaubt und ihn mit ihrem Staub berieselt. Findet ihr den Buchstaben und befreit ihn von der ungewöhnlichen Schreibweise? Wenn das vollbracht ist, dann schaut schnell ins Interview mit Christoph Lode und folgt dem dortigen Link! Neulinge können die Schatzsuche auf der HP von Jeanine Krock beginnen.

31.07.11

Zehn deutschsprachige Fantasy-Autorinnen und -Autoren laden zur »Schatzsuche« auf ihren Blogs und Webseiten ein.

Unter den richtigen Einsendungen werden zehn fantastische Romane verlost.
Und einer der Gewinner zieht den »Jackpot«: 10 signierte Romane von 10 verschiedenen Autoren!

Start 1. August 2011

Wo? www.jeaninekrock.de

Einfach dem Pfad folgen, pro Website/Blog einen Buchstaben finden und am Ende daraus das Lösungswort zusammensetzen. Keine Sorge, unterwegs gibt es reichlich Hinweise.

Wer kann mitmachen?
Jeder, der Lust hat und eine E-Mail mit dem richtigen Lösungswort und seiner vollständigen Anschrift schickt. Die Adresse wird auf der Ziellinie bekanntgegeben, versprochen!

Einsendeschluss 8.8.2011 um 8.08 Uhr

Viel Glück!

Teilnehmende Autoren (in alphabetischer Reihenfolge).
Stephan R. Bellem
Michaela Hammesfahr
Tanja Heitmann
Jeanine Krock
Olga A. Krouk
Christoph Lode
Nora Melling
Kerstin Pflieger
Gesa Schwartz
Claudia Toman