05.08.12

Wie vermarkte ich mein Buch? Egal, ob es sich um ein Selfpublishing-Angebot oder um eine Publikation in einem renommierten Verlag handelt, zittern wir, Autoren, unseren Erscheinungsterminen entgegen. Und natürlich möchten wir unsere Verlage (falls wir das Glück haben, welche zu haben) dabei unterstützen, unser Buch zu bewerben. Sehr bald stellen wir jedoch fest, dass unsere Möglichkeiten mehr als gering sind. Umso interessanter ist es, wenn wir einen Ratgeber in die Hände bekommen, der uns ein paar Tipps gibt, was wir für unsere Bücher tun können.

Ein solcher Ratgeber ist das E-Book „Buchmarketing und Social Media Guide für Autoren“ von epubli. Ein recht solider Titel für leider sehr wenige Seiten.

Dieses Gratis-E-Book beginnt mit der Werbung für epubli selbst und geht glücklicherweise rasch zum Abschnitt „5 Tipps für den Textfeinschliff“. Diese Tipps bieten einem Anfänger zwar eine gute Hilfsstütze, doch für jemanden, der sein Buch bereits vermarkten will, kommen Ratschläge wie „Ein lautes Verb, wie zum Beispiel „schlagen“ hat einen ganz anderen Effekt als ein leises Verb wie „raschlen“. Überlege Dir also, ob das Verb wirklich zur gerade stattfindenden Handlung oder zur beschriebenen Situation passt“ reichlich spät. So etwas braucht Übung, muss meiner Erfahrung nach in Blut übergehen. Entweder man hat es schon drauf oder man übt noch. Im ersten Fall braucht man diesen Rat nicht mehr, im zweiten Fall ist es wirklich zu früh, zu einem Ratgeber mit dem Titel „Buchmarketing“  zu greifen.

Irgendwann wird durchaus auf die sozialen Netzwerke wie Facebook eingegangen, und ich habe ein paar interessante Sachen entdeckt. So wird empfohlen, nicht während der FB-Rushhour zu posten (zwischen 10.00 und 16.00 Uhr). Auch ist der Tipp interessant, Portale für Bilder/Fotos wie fikr zu nutzen - daran hätte ich nicht gedacht. Nur stellt sich die Frage: Wenn man tatsächlich alle wichtigen Netzwerke nutzen möchte: Wo nimmt man sich die Zeit dafür? Aus meiner Sicht ist es unrealistisch, schließlich müssen die meisten Autoren einem Brotjob nachgehen, ihre Bücher schreiben - und dann noch in sozialen Netzwerken aktiv sein?

Fazit: Ein paar interessante Tipps, aber im Großen und Ganzen bleibt das E-Book hinter den Erwartungen zurück. Was für ein kostenloses Angebot natürlich nicht schlimm ist.