Olga A. Krouk
(Foto: Henriette Mielke, Style/Design: Svitlana Cherner)

 Ich hätte schon viel früher begreifen sollen, dass man das Leben nicht plotten kann. Immer, wenn ich mir meine nahe Zukunft ganz genau ausgemalt hatte, hielt das Schicksal ein paar überraschende Wendungen für mich parat, die einem Roman hätten entspringen können.
In den 90ern studierte ich Informatik an einem College, in dem viele Fächer auf Deutsch unterrichtet wurden. Dort entdeckte ich meine Liebe zu Deutsch und versuchte, die Fremdsprache so oft wie möglich zu praktizieren. Die beste Gelegenheit dazu boten die Austauschprogramme.
Das Leben und das Plotten – schon dieser Schritt, der Umzug von meiner Heimatstadt Sankt Petersburg nach Berlin, kam unerwartet. Dass ich danach wieder meinem Herzen folgen und in Schleswig-Holstein landen würde, hätte ich mir niemals vorstellen können. Doch genau so kam es. Durch das Internet – dem ich eigentlich immer sehr skeptisch gegenüber stand – habe ich meinen Mann kennengelernt. Wir sind glücklich verheiratet und haben zwei süße Söhne, die uns ordentlich auf Trab halten.

Meinen Wunsch zu schreiben nimmt mein Mann sehr ernst und ohne seine Unterstützung hätte ich es vermutlich niemals so weit geschafft.
Schreiben wollte ich schon immer. Meine Leidenschaft Geschichten zu erfinden, brachte ich natürlich nach Deutschland mit. Um veröffentlichen zu können, gab es von nun an nur eine Möglichkeit: auf Deutsch schreiben. Vielleicht half mir gerade das zu verstehen, dass man sehr viel lernen muss, um Autor zu werden. Wie in jedem Beruf muss man auch hier sein Handwerk beherrschen.
Als ich „Staub zu Staub“ im Sieben-Verlag veröffentlichte, wagte ich es erstmals, mich als Autorin zu bezeichnen. Mit „Schattenseelen“ gehe ich einen Schritt weiter und nenne mich Schriftstellerin.

Ich bin Mitglied in der VG Wort und im Montségur und werde von der Agence Hoffman vertreten.

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